Compliance für öffentliche Publikationen

Compliance-Prüfung für digitale Publikationen öffentlicher Träger

Barrierefreiheit, Bildrechte und KI-Kennzeichnung entstehen dezentral – verantwortet werden sie zentral. PubliGuard prüft automatisiert, was Ihre Redaktion veröffentlicht. Ohne neues Redaktionssystem.

PubliGuard entsteht gerade. PDFGuard – das Modul für PDF-Barrierefreiheit – ist im Einsatz. ImageGuard und AIGuard entwickeln wir gemeinsam mit Pilotpartnern.

Das Problem

Drei Risiken, ein Muster

Barrierefreiheit, Bildrechte und KI-Kennzeichnung wirken wie drei getrennte Themen. Organisatorisch sind sie dasselbe Problem: Viele Menschen veröffentlichen dezentral, eine Stelle haftet zentral – und niemand hat einen Überblick über den Bestand.

Barrierefreiheit

Seit 2020 verpflichtend, ohne Übergangsfrist. Überwachungsstellen prüfen stichprobenartig, Betroffene können die Schlichtungsstelle anrufen. Der größte Teil des Problems liegt in PDF-Dokumenten, die laufend neu hinzukommen.

Bild- und Lizenzrecht

Bilder werden über Jahre hochgeladen, Nachweise selten mitgeführt. Wer heute prüfen will, ob für ein Foto von 2018 eine Lizenz vorliegt, prüft von Hand – oder gar nicht.

KI-Kennzeichnung

Die Transparenzpflichten des EU AI Act (Art. 50) gelten seit dem 02.08.2026. Kennzeichnungspflichtig ist, was mit KI erzeugt wurde – auch dann, wenn niemand mehr weiß, welches Bild wie entstanden ist.

Alle drei entstehen im Alltag. Alle drei fallen zentral auf Sie zurück. Und alle drei lassen sich manuell nicht überblicken.

Die Lösung

Eine Prüf-Ebene über Ihrem bestehenden Workflow

PubliGuard ersetzt nichts. Es legt sich über das, was Sie bereits einsetzen, und macht sichtbar, was bisher unsichtbar war.

STUFE 1

Erfassen

PubliGuard scannt Ihren Bestand: Dokumente, Bilder, Inhalte. Ohne Eingriff in das Redaktionssystem.

STUFE 2

Prüfen

Regelbasierte Prüfung gegen die einschlägigen Normen – PDF/UA-1, WCAG 2.1, EN 301 549. Wo Regeln nicht ausreichen, ergänzt eine KI-Vorprüfung beratend. Sie entscheidet nichts.

STUFE 3

Freigeben und nachweisen

Eine Person prüft die Vorschläge und gibt frei. Jede Freigabe wird protokolliert – das ergibt die Prüfhistorie, die Sie gegenüber Überwachungsstellen brauchen.

Kein neues Redaktionssystem. Keine Prozessänderung für Ihre Redakteurinnen und Redakteure. Kein Kontrollverlust – die Freigabe bleibt beim Menschen.

Betrieb: PubliGuard läuft im Browser – nichts zu installieren, nichts zu betreiben. Gehostet in Deutschland. Die KI-Verarbeitung findet in unserer eigenen Infrastruktur statt: Ihre Dokumente werden nicht an externe KI-Anbieter weitergereicht.
Im Einsatz

PDFGuard – Dokumente prüfen, korrigieren, nachweisen

PDFGuard ist das Modul, das heute arbeitet. Es prüft PDF-Dokumente gegen PDF/UA-1 und das Matterhorn-Protokoll, korrigiert deterministisch, was sich deterministisch korrigieren lässt, und legt alles Übrige einer Person zur Sichtprüfung vor.

  • 1Überwachen. Crawl findet die Dokumente, veraPDF prüft den IST-Zustand, eine Aufwandsprognose je Dokument sagt vorab, wie viel Handarbeit der Bestand kostet.
  • 2Umwandeln. Tagging, Dokumentsprache, Titel, Schriftreparatur und Alt-Text-Generierung laufen automatisiert durch. Anschließend misst veraPDF erneut.
  • 3Sichtprüfen und freigeben. Geführte Prüfstrecke für das, was Beurteilung verlangt: Leserreihenfolge, Alt-Sinn, Tabellenzuordnung. Eine benannte Person gibt frei.
Der Nachweis: Zu jedem Dokument entsteht eine eigene Nachweis-PDF, die bei jedem Schritt ergänzt statt überschrieben wird – IST-Zustand, Zustand nach Umwandlung, Zustand nach Sichtprüfung. Belegt ist damit nicht nur das Ergebnis, sondern der Weg dorthin. Die Nachweis-PDF ist selbst barrierefrei.

Ehrlich gesagt: Stufe 2 läuft vollautomatisch ab – freigegeben ist damit nichts. Die KI-Vorprüfung ersetzt weder veraPDF noch die menschliche Sichtprüfung. Sie sortiert vor.

Geplant: eine TYPO3-Extension, die Umwandlung und Sichtprüfung bereits beim Upload einhängt – damit ein nicht konformes PDF gar nicht erst in den Bestand gelangt.

app.publiguard.de/dokumente
PDFGuard-Übersicht: Tabelle des Dokumentenbestands einer Beispiel-Hochschule mit Status, Prüfstufe, veraPDF-Ergebnis und Freigabefortschritt.

Übersicht und Sichtprüfung – umschaltbar. Die Freigabe bleibt beim Menschen.

In Entwicklung

Was als Nächstes kommt

Die folgenden Module sind konzipiert, nicht fertig. Wir zeigen sie hier, weil wir sie entlang der Anforderungen von Pilotpartnern bauen – und weil wir lieber offen sagen, wo wir stehen, als es Ihnen im dritten Gespräch zu erklären.

ImageGuard

In Entwicklung

Erfasst den Bildbestand einer Website, ordnet jedem Bild Herkunft, Lizenznachweis und Nutzungsrecht zu und markiert, wo der Nachweis fehlt, abgelaufen oder widersprüchlich ist. Eine Rückwärts-Bildersuche zeigt externe Fundstellen, die älter sind als der eigene Upload – ein Indiz für fremde Urheberschaft.

app.publiguard.de/bilder
ImageGuard: Bestandsübersicht des Bild- und Lizenz-Scans mit Kennzahlen und Lizenzstatus je Bild.

AIGuard

In Entwicklung

Erkennt KI-generierte Texte und Bilder im Bestand, ordnet die Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 zu und schlägt eine konforme Kennzeichnung vor – sichtbarer Hinweis und Bildunterschrift, vor Übernahme prüfbar. Die maschinenlesbare Kennzeichnung nach Art. 50 Abs. 2 wird ab dem 02.12.2026 relevant.

app.publiguard.de/ki-inhalte
AIGuard: Bestandsübersicht der KI-Kennzeichnung mit erkannten KI-Inhalten, Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 und Status je Inhalt.
Sie haben Anforderungen an eines dieser Module? Dann sprechen Sie mit uns, bevor wir es bauen. Pilotgespräch anfragen

Rechtlicher Rahmen

Worauf sich das stützt

Kurz und prüfbar – damit Sie es intern weiterreichen können.

Stand: 10.09.2026. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung.

Wer dahintersteht

InnoHub GmbH

PubliGuard entsteht bei der InnoHub GmbH, einer Digitalagentur mit Schwerpunkt auf Hochschulen und öffentlichem Sektor. Wir betreuen TYPO3-Umgebungen an Hochschulen, führen Barrierefreiheits-Audits durch und arbeiten in Vergabeverfahren nach EVB-IT. PubliGuard ist aus dieser Arbeit entstanden – aus dem wiederkehrenden Befund, dass die Prüfung immer wieder von Hand gemacht wird, weil es kein Werkzeug dafür gibt.

Kontakt

Pilotgespräch anfragen

Wir suchen Einrichtungen, die PubliGuard mitgestalten wollen. Das erste Gespräch dauert etwa 20 Minuten und dient dazu herauszufinden, ob das Thema für Sie relevant ist – nicht dazu, Ihnen etwas zu verkaufen.

Oder direkt per E-Mail: info@publiguard.de

Wir verarbeiten Ihre Angaben ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage. Weitere Informationen in der Datenschutzerklärung.